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Desinfektion

Desinfektion beschreibt die Unschädlichmachung von infektiösem Material. Dabei wird die Keimlast soweit reduziert, dass keine Infektionsgefahr mehr von einer Oberfläche (z.B. ein Objekt, oder Haut) ausgeht. Dies ist per Definition mit einer Keimreduktion um einen Faktor von mindestens 10^5 verbunden.

Es gibt eine Vielzahl von Verfahren zur Desinfektion, dabei ist die chemische Desinfektion, z.B. Abwischen von Oberflächen mit Alkohol oder anderen Desinfektionsmitteln, der meistverwendete Ansatz. Hierbei ist jedoch sowohl die Toxizität als auch die Materialverträglichkeit in vielen Fällen kritisch. Für die Aufbereitung von Medizinprodukten etabliert ist die Verwendung von thermischen Desinfektionsverfahren, die zwar chemisch unbedenklich sind, aber nicht für thermoinstabile Materialien geeignet sind.

Ein vieldiskutierter Ansatz ist auch die Verwendung von UV-Licht, das aber durch die Problematik der Schattenbildung nur in speziellen Prozessen gut geeignet ist. Desinfektion auf Basis von Plasma ist ein Sonderfall der Desinfektion, denn es lässt sich nicht klar einer der Kategorien zuordnen. Der wesentliche Effekt entsteht durch die reaktiven Spezies, insbesondere Ozon und Wasserstoffperoxid. Zudem entsteht in geringem Maße UV-Licht, das aber aufgrund seiner geringen Intensität und Reichweite kaum zur antimikrobiellen Wirkung beiträgt. Je nach verwendetem Plasmasystem ist auch der Temperatureintrag ein nicht zu vernachlässigender Faktor für die Desinfektionswirkung.

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