Plasmaaktivierung zur Oberflächenaktivierung und -modifizierung
Wenn Oberflächen Lackiert, Bedruckt oder Beklebt werden, müssen diese eine gute Benetzbarkeit der Oberfläche für eine gute Haftung von Lacken, Klebstoffen oder Tinte aufweisen. Viele Oberflächen weisen allerdings selbst in sauberem Zustand keine ausreichende Benetzbarkeit auf, die durch Verunreinigungen noch verstärkt wird. Dies hat zur Folge, dass die Flüssigkeiten von Kleber und Farben abperlen. Dies liegt daran, dass die Oberflächenspannung sehr gering ist und für die weitere Bearbeitung nicht ausreichend. Wenn unbearbeitetes Material verarbeitet wird, ist die Folge oft, dass Farbe und Lacke nicht richtig haften und sich schnell wieder lösen oder dass verklebte Teile auseinander fallen. Allerdings wird dem in der Praxis häufig mit Plasmaaktivierung vorgebeugt, die eine Oberflächenaktivierung und Oberflächenmodifizierung bewirkt.

Durch die Plasmaaktivierung einer Oberfläche steigt deren Oberflächenenergie an und polare Molekülendgruppen entstehen. Diese dienen als Anlagerungsstellen für aufgebrachte Flüssigkeiten und sorgen dafür, dass diese besser haften können. Durch die Plasmaaktivierung wird die Oberfläche modifiziert und Oberflächenenergie aufgebaut, so dass eine deutlich bessere Benetzbarkeit der Oberfläche entsteht.
Praxisbeispiel: Plasmaaktivierung von Polyphenylensulfid
Im Beispiel wurden zwei Polyphenylensulfid Bauteile mit Atmosphärendruckplasma aus dem plasmabrush® PB3 System behandelt.

Geeignete Materialien
Es können folgende Materialien aktiviert werden:
Kunststoffe

Metalle

Anorganische Materialien

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Darüber hinaus ist auch eine Plasmabehandlung von Naturleder, Kunstleder, Naturfaser, Holz oder Papier möglich.
Vorteile der Plasmaaktivierung
- Hohe Prozessgeschwindigkeit und -sicherheit
- Keine laufenden Kosten
- Umweltfreundliche Behandlung ohne zusätzliche Chemikalien
- Einfache Inline-Integration und Automation
Fachartikel zum Thema
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