Plasmabehandlung von Zirkoniumdioxid-Implantaten
Auswirkung von Plasmabehandlung auf die Scherhaftfestigkeit von adhäsivem Harzzement auf Zirkoniumdioxid

Auswirkung von nichtthermischer Luftplasmabehandlung auf die Scherhaftfestigkeit von adhäsivem Harzzement auf Zirkoniumdioxid 

Autoren: Mahrous, A.; Radwan, M. M. & Emad, B.

Publikation: Effect Of Non-Thermal Air Plasma Treatment On Shear Bond Strength Of Adhesive Resin Cement To Zirconia, Egyptian Dental Journal, 2018, 64, 2879-2888. 

Zuerst veröffentlicht: https://edj.journals.ekb.eg/article_77363.html 

Zusammenfassung:

Zirkoniumdioxid ist eines der wichtigsten Materialien für zahnmedizinische Anwendungen. Eine gängige Anwendung ist die Verklebung mit Zement als Klebstoff. In dieser Studie wurde die Wirkung von Sandstrahlen und kaltem atmosphärischem Plasma auf die Oberflächenrauheit und die Scherhaftfestigkeit untersucht.

Die Zirkoniumdioxidplatten wurden in vier Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe blieb unbehandelt und diente als Kontrollgruppe. Die zweite Gruppe wurde mit der herkömmlichen Methode des Sandstrahlens der Oberfläche behandelt. Hierfür wurde 50 μm Aluminiumoxid verwendet. Die dritte Gruppe wurde mit kaltem atmosphärischem Plasma behandelt, wobei das Handgerät piezobrush® PZ2 von relyon plasma verwendet wurde. Die vierte Gruppe wurde zuerst sandgestrahlt und dann mit Plasma behandelt.

Abbildung 1: Mit dem Rasterelektronenmikroskop gemessene Oberflächenrauhigkeit der vier Proben.

Die Oberflächenrauhigkeit wurde mit dem Rasterelektronenmikroskop gemessen. Wie erwartet, erhöht das Sandstrahlen die Rauheit erheblich, da es hauptsächlich zur Vergrößerung der Oberfläche eingesetzt wird. Die Plasmabehandlung hingegen hatte fast keinen Einfluss auf die Oberflächenrauheit. Das Ziel der Plasmabehandlung ist nicht die Vergrößerung der Oberfläche, sondern vielmehr die Erhöhung der Benetzbarkeit durch Feinreinigung und Aktivierung der Oberfläche.

Abbildung 2: Scherhaftung des Zements auf Zirkoniumdioxid.

Die Wirkung der Verklebung wurde durch Messung der Scherhaftung untersucht. Die unbehandelten Kontrollproben wiesen eine geringe Scherhaftung auf. Durch Vergrößerung der Oberfläche durch Sandstrahlen konnte der Wert erhöht werden. Dies geht mit einer erhöhten Rauheit einher. Obwohl die Plasmabehandlung die Rauheit nicht veränderte, wurde die Scherhaftung deutlich erhöht. Der beste Wert konnte durch die Kombination der beiden Methoden erreicht werden, wobei zunächst die Oberfläche durch Sandstrahlen vergrößert und in einem zweiten Schritt die Oberflächenbenetzbarkeit durch die Plasmabehandlung verbessert wurde.

In dieser Studie wurde die Wirkung von Sandstrahlen und kaltem atmosphärischem Plasma auf die Scherhaftung von adhäsivem Harzzement auf Zirkoniumdioxid untersucht. Beide Methoden zeigten eine positive Wirkung auf die Scherhaftung. Die besten Ergebnisse konnten durch die Kombination der beiden Methoden erzielt werden.

Sie können die vollständige Publikation hier lesen.

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